F. Hensel, Berlin
Flora ab 1884

Etwa zeitgleich, um 1884 warb auch F. Hensel aus Berlin für seine “Flora” Nähmaschine. Die Flora unterscheidet sich von der Ewers
Frieda nur durch die Bewegungsweise der Unterwelle und durch die verbesserte Fadenführung, die eine “egalere” Spannung zuliess!
Von der Flora sind zwei verschiedene Ausführungen bekannt, die eine unterschiedliche Gussform des C-förmigen Oberteiles not-
wendig machten. Die frühe Ausführung besitzt keine Markieruung auf der Stichplatte, die spätere Ausführung ist mit “Patent” auf
der Stichplatte gestemelt. So liegt es nahe, dass eben diese Änderung patentiert worden sein muss.
Erfreulicherweise haben beide Versionen haben den Weg zu uns gefunden

Ein Zitat aus einer Zeitschrift von 1887 erklärt dazu:
……..… Die Offenhaltung der Schlinge geschieht dadurch, dass die untere Welle in Richtung ihrer Achse durch einen hinten an der Maschine angebrachten Hebel, welcher seine Bewegung von der auf ungleicher Höhe abgedrehten Nabe des Handrades erhält, hin- und hergeschoben wird, so dass die abwärts gehende Nadel unbedingt in die vorhergehende Schlinge einsticht.
Zur Sicherung dieser nothwendigen Operation ist überdies der Haken an der Stelle, an welcher die Nadel an ihm vorbeisticht, mit einer Nuth versehen. Hierdurch ist der Uebelstand, den die Maschinen mit der Blattfeder zur Offenhaltung der Schlinge haben, nämlich dass beim Rückwärtsdrehen der Maschine diese durch verbiegen der Feder leicht in Unordnung geräth, beseitigt worden…
….

 

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